Karlsruhe

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Montag, 7. August 2017

Bitte für Radler frei geben!

Ergänzende Bemerkungen auf Anregung (siehe Kommentare!):
Ich war zunächst einfach per se davon ausgegangen, dass dieser Highway für Parkplatzsuchende eine ausgewiesene Einbahnstraße ist. Als dann der Hinweis kam, dass das Schild am anderen Ende eigentlich nur die Einfahrt verbietet, aber nicht automatisch die Weiterfahrt, musste ich doch noch einmal nachschauen und bin heute auf dem Heimweg nochmals dort vorbei. Und tatsächlich es ist eine Einbahnstraße. Vielleicht muss ich doch auch mal die zweite Anregung noch aufnehmen und über die Internetseite der Stadt Karlsruhe anregen, dass man diese Einbahnstraße auch in Gegenrichtung für Radler freigeben könnte. Mal schauen, ob was dabei heraus kommt.

Wenn man bedenkt, dass die Ludwig-Erhard-Allee sowohl stadtein- wie -auswärts zwei fette Spuren für den Autoverkehr bereithält, ist die zusätzliche, parallel geführte Einbahnstraße in Richtung Osten ein ganz schöner Luxus, um bequem die verschiedenen Parkhäuser
zu erreichen - ob man jetzt in einem der Büros arbeitet oder zum Einkaufen geht. Ein weiterer schöner breiter Streifen Asphalt bester Qualität, den normalerweise wir Radler so nicht spendiert bekommen.

Blick Richtung Osten - es wird geboten eine superbreite Fahrbahn mit bestem Asphalt, neben den vorhandenen Parkhäusern natürlich auch noch mit zusätzlichen Parkplätzen.

Nun gut, in gleicher Fahrtrichtung kann man hier dann eben auch dort mit dem Rad ganz komfortabel rollen, wenn dann mal von den Autofahrern halbwegs anständig gefahren wird. Aber warum eigentlich nicht in Gegenrichtung?

So sieht es in Gegenrichtung aus. Das Schild sagt es unmissverständlich - Durchfahrt verboten und keine Freigabe für Radler, die es hier zur Genüge gibt, wie man auf der linken Bildseite erkennen kann.
Das bietet sich so an, weil Platz genug und man will ja nur ein paar Meter die Straße hoch in Richtung des nächsten Geschäfts oder zur Fußgängerampel. Und es wird auch täglich so gemacht, aber halt leider nicht legal. Wenn dann doch was passiert, hat man deswegen dann noch zusätzlichen Ärger.
Platz wäre genug, um auf der Fahrbahn zu radeln - ist zwar so nicht legal, aber wohl doch besser als wie links zu sehen auf den Gehweg auszuweichen. Der Wechsel auf die andere Seite der Ludwig-Erhard-Allee wäre die legale Variante - aber extrem zeitaufwendig, weil zum Umweg noch die langen Wartezeiten an den Bedarfsampeln kommen - denn hier haben die Autos Priorität!


Diese Straße wäre für mich zurzeit der absolute Kandidat #1 in Karlsruhe, um auch in Gegenrichtung für den Radverkehr freigegeben zu werden. Sicherlich lässt sich das dort weit konfliktärmer umsetzen, als zum Beispiel in der Buntestraße, die noch nicht so lange für beide Richtungen für Radler offen ist. Durch die auf beiden Seiten parkenden Autos ist es hier nämlich so eng, dass man schon Mut braucht, um es zu wagen einzubiegen, vor allem wenn schon ein Auto entgegen kommt.

Also, Stadt Karlsruhe - es sind bestimmt noch ein paar Schilder übrig, die man dort in der Ludwig-Erhard-Allee aufhängen kann. Das tut niemandem weh, im Gegenteil.

Kommentare:

  1. Ein paar Hinweise gibt es nun auf

    http://velocityruhr.net/blog/2017/08/08/legal-in-einer-nicht-freigegeben-einbahnstrasse-radeln/

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    1. Oh, sehr interessant. Das muss ich mir mal noch richtig in Ruhe durchschauen und im Moment bin ich mir tatsächlich nicht sicher, ob ich am Beginn der Straße ein Einbahnstraßen-Schild gesehen habe. Vielen Dank für den Link!

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    2. Ich bin mir nicht schlüssig, wie die rechtliche Bewertung sein könnte/sollte/müsste, bei der Frage, ob eine wie eine Einbahnstraße ausgeschilderte Nebenfahrbahn eine "echte" Einbahnstraße ist, die in die Gegenrichtung frei gegeben werden kann. Ich würde da ja gerne für argumentieren, aber juristisch halbwegs überzeugend kann ich das nicht, da man mit dem Rechtsfahrgebot umgehen muss, aber man fährt ja zwischen mehren Fahrspuren der Gegenrichtung - räumliche Trennung hin oder her. Jura ist zum Glück/leider - je nach Sichtweise - zu komplex für Twitter-Tweets.

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  2. Hast du schon mal versucht, solche Vorschläge auf KA-Feedback (feedback.karlsruhe.de) zu melden?

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    1. Da bin ich des öfteren zu Gast, aber bisher nicht zu dem Punkt. Sicherlich kein schlechtes Instrument, um auf solche Problemstellen aufmerksam zu machen, wobei leider die Rubrik 'Konflikte mit Autos' fehlt. Das habe ich dort auch schon moniert.

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