Karlsruhe

Karlsruhe

Samstag, 1. April 2017

Radfahren sicherer machen durch Umstieg auf's Auto

Überall findet man Diskussionen darüber, wie schwere Unfälle von Radfahrern verhindert werden können. Da gibt es einmal den Prinzipienstreit, ob es sicherer ist auf der Straße zu fahren oder ob eine eigene getrennte Infrastruktur besser wäre. Dann die Forderungen nach technischen Änderungen an LKWs, mit tiefergezogenen Scheiben, speziellen Spiegeln oder gar Kameras, um Abbiegeunfälle zu vermeiden. Und dann natürlich das leidliche Thema Fahrradhelm - mit oder ohne Tragepflicht.

Erst eine von den beiden Bundesländern Baden-Württemberg und Thüringen gemeinsam in Auftrag gegebene Studie hat nun den Ausweg gezeigt, wie ultimativ das Radfahren sicherer gemacht werden kann.
Hier graphisch schön gezeigt, wohin der Weg gehen sollte.
In der Untersuchung wurden unzählige vorliegende Studien neu untersucht und streng wissenschaftlich ausgewertet und beurteilt. Dabei kam man bei einem in bisherigen Veröffentlichungen eher negativ bewerteten Effekt zu einem ganz anderen Ergebnis, das diesen nun in einem neuen Licht erscheinen lässt.
Der Kurzfassung der Studie ist leider nicht zu entnehmen, welche Autofypen hier besonders effektiv sind. Die zurzeit extrem beliebten SUVs könnten hier besondere Vorteile bieten, weil das vermehrte Auftreten weitere Radfahrer abschrecken und zum Umstieg bewegen könnte. 

So wurde unter anderem früher bemängelt, dass z.B. in Australien die Helmpflicht viele Menschen dazu bewegt hat, auf das Fahrrad zu verzichten und die Helmpflichtgegner haben diese Auswirkung immer wieder mantra-artig gegen eine Helmpflicht ins Feld geführt.

Diese neue Studie zeigt jetzt, dass man in der Bewertung dieses Effekts völlig falsch lag, da nämlich die Radfahrer mit dem Verzicht auf das Radfahren auf sichere Verkehrsmittel umsteigen und damit eine dramatische Reduzierung der verletzten oder gar getöteten Radfahrer erreicht werden kann. Und es ist auch nicht zu bestreiten, dass man in einem neuen Auto mit der letzten Sicherheitstechnologie schlicht viel sicherer ist.

So haben sich am Ende die 200.000 Euro, die alleine Baden-Württemberg dafür in die Hand genommen hat, wohl wirklich gelohnt. Es bleibt abzuwarten, ob jetzt konsequenterweise eine Folgestudie kommt, die untersucht, welche weiteren Maßnahmen noch mehr Radler zum Verzicht auf ihr zweirädriges Gefährt führen kann, um damit für das Radfahren am Ende die maximale Sicherheit zu erreichen, bis am Ende alle aufs Radfahren verzichten und damit folgerichtig niemand mehr als Radfahrer schwer verletzt werden oder gar sterben kann.

APRIL, APR...?! Moment mal?

Ihr müsst jetzt ganz stark sein, denn das ist leider KEIN April-Scherz sondern Ernst - von ein paar kleinen Überspitzungen abgesehen.

Trost gibt im Moment nur die Meldung, dass unser lieber Verkehrsminister Herrmann, obwohl er scheinbar ein echter Fan der Helmpflicht für Radler ist, trotz der Studie eher in Richtung einer Förderung der freiwilligen Nutzung gehen will. Hoffen wir, dass es dabei bleibt und er nicht doch noch eine weitere Kehrtwende macht!
Das war im vergangenen Jahr tatsächlich nur ein April-Scherz - LEIDER! Den Entwurf für das Schild dürfte unsere grün-schwarze Landesregierung aber gerne verwenden, wenn sie sich womöglich zu einer derartigen Initiative entschließen könnte.!

Hier noch ein paar Links zu dem Thema:
https://vm.baden-wuerttemberg.de/de/ministerium/presse/pressemitteilung/pid/fahrradhelme-retten-leben-und-schuetzen-vor-verletzungen/
https://mucradblog.wordpress.com/2014/01/30/minister-herrmann-bw-startet-durch-helmpflicht-koste-es-was-es-wolle/

http://ka-radler.blogspot.de/2016/04/radfahrer-uberholen-verboten.html

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.studie-zum-fahrradhelm-fuer-200-000-euro-kritik-an-gutachten-flut-der-landesministerien.1a52bf2f-ce73-44ce-9ecf-d6ccba64f3a8.html


http://ka-radler.blogspot.de/2017/01/der-grune-ministerprasident-will-die.html

Kommentare:

  1. Wahrscheinlich ist die Studie durchgeführt von den Herren Benz, Audi, Opel, Volks und Wagen.

    AntwortenLöschen
  2. Angeblich war auch ein Herr Porsche dabei...

    AntwortenLöschen